Zum Finanzblog

Leasing vs. Kauf: Was Unternehmen bei Investitionen beachten müssen

Leasing Kauf Vergleich Investition Deutsche Firmenkredit Partner

Viele Unternehmen stehen vor der Frage, ob sie leasen oder kaufen sollen, wenn Investitionen anstehen, beispielsweise für Fahrzeuge, Maschinen oder IT Systeme. Diese Entscheidung beeinflusst unmittelbar Bilanz, Liquidität und strategische Beweglichkeit. Insbesondere bei begrenzten Ressourcen oder raschem Technologiewandel kann gewerbliches Leasing Vorteile eröffnen. Dennoch bietet auch der Kauf unter bestimmten Voraussetzungen überzeugende Argumente.

  • Finanzielle Steuerung und Bilanzwirkung: Leasing, Kauf und Mietkauf unterscheiden sich stark darin, wie sie Liquidität, Eigenkapitalquote und Kapitaldienstfähigkeit beeinflussen. Wer diese Effekte kennt, kann Investitionen strategisch statt nur preisgetrieben entscheiden.
  • Flexibilität vs. Eigentum: Leasing bietet planbare Raten, technologische Aktualität und oft bilanzielle Vorteile, während der Kauf bei langfristiger, intensiver Nutzung und stabilem Geschäftsmodell wirtschaftlich im Vorteil sein kann.
  • Branchenspezifische Lösungen und Risiken: Spezielle Leasingkonzepte (z. B. IT-, Maschinen- oder Agrarleasing) erhöhen die Praxistauglichkeit, erfordern aber eine sorgfältige Vertragsgestaltung, um Laufzeitbindung, Rückgabekosten und Restwertrisiken im Griff zu behalten.

Leasing vs. Kauf: Definitionen, Unterschiede und Relevanz für Unternehmen

Steht eine größere Investition an, stellt sich die zentrale Frage: Kaufen oder leasen? Diese Entscheidung beeinflusst Ihre Bilanzstruktur, Ihre Liquidität und Ihre strategische Flexibilität. Es geht also nicht nur um die Gesamtkosten, sondern auch darum, wie viel finanziellen Spielraum Ihr Unternehmen behalten soll.

Durch den Kauf geht das Wirtschaftsgut in Ihr Eigentum über und wird als Bestandteil des Anlagevermögens in der Bilanz aktiviert, etwa bei Maschinen, Fahrzeugen oder IT Ausstattung. Dies sorgt für eindeutige Eigentumsverhältnisse, geht jedoch mit einer Bindung von Eigenkapital oder bei Fremdfinanzierung mit dauerhaftem Kapitaldienst einher, was Einfluss auf Eigenkapitalquote und Kapitaldienstfähigkeit haben kann.

Beim Leasing verbleibt das Wirtschaftsgut im Eigentum des Leasinggebers. Sie erhalten ein vertraglich definiertes Nutzungsrecht und zahlen planbare Leasingraten. Je nach Ausgestaltung des Leasingvertrags und Rechnungslegungsstandard kann dies Ihre Bilanz entlasten und schont in der Regel kurzfristig die Liquidität, da keine hohe Anfangsinvestition erforderlich ist.

Welche Investitionsalternative für Ihr Unternehmen sinnvoll ist, hängt unter anderem davon ab, wie lange Sie das Investitionsobjekt nutzen möchten, wie dynamisch die technische Entwicklung in Ihrem Bereich ist und welche Ziele Ihre Finanzierungs- und Bilanzstrategie verfolgt.

Welche Investitionsalternative für Ihr Unternehmen sinnvoll ist, hängt unter anderem davon ab, wie lange Sie das Investitionsobjekt nutzen möchten, wie dynamisch die technische Entwicklung in Ihrem Bereich ist und welche Ziele Ihre Finanzierungs- und Bilanzstrategie verfolgt.

Martin Junker Leiter Leasing

Anschaffungskosten im Vergleich: Kauf, Leasing und Mietkauf

Wer Kapital sofort bindet, verliert an finanzieller Beweglichkeit. Ein direkter Kauf belastet Ihr Unternehmen auf einen Schlag. Die Investitionskosten fallen vollständig zu Beginn an. Das beansprucht die Liquidität und kann sich über die Bilanzstruktur und die Abschreibungen auch auf die Eigenkapitalquote auswirken. Besonders bei größeren Anschaffungen wie Produktionsanlagen oder IT-Infrastruktur steigt das Risiko einer hohen Kapitalbindung.

Leasing bietet eine alternative Zahlungsstruktur. Die Investition verteilt sich auf regelmäßige Raten. Ihr Kapital bleibt im laufenden Geschäft verfügbar. Dadurch lassen sich Investitionen besser planen. Gleichzeitig kann Ihr Unternehmen schneller auf Markt- und Auftragsentwicklungen reagieren. Das ist vor allem für wachstumsorientierte Unternehmen mit knappen Ressourcen ein deutlicher Vorteil.

Beim Mietkauf erwerben Sie das Objekt ebenfalls in Raten. Mit der letzten Zahlung geht es in Ihr Eigentum über. Bilanzwirksam wird das Objekt allerdings bereits zu Vertragsbeginn. In der Regel wird das Wirtschaftsgut aktiviert und die entsprechende Verbindlichkeit passiviert. Das belastet die Eigenkapitalquote stärker als ein bilanzneutrales Leasingmodell. Für viele Betriebe ist dieser Mittelweg dann sinnvoll, wenn kalkulierbare Raten gewünscht sind und das Eigentum am Ende der Laufzeit ein zentrales Ziel darstellt. Ob Sie ein Fahrzeug oder eine Maschine anschaffen wollen – die Entscheidung hängt im Kern davon ab, wie viel Eigenkapital Sie einbringen wollen und welche Zahlungsstruktur zu Ihrem Geschäftsmodell passt.

Unterschiede in den Zahlungsweisen und Kapitalbindung

Ein direkter Maschinenkauf von 80.000 Euro kann die komplette Liquiditätsreserve binden. Die Mittel stehen dann nicht mehr für Lageraufbau, Personal, Marketing oder weitere Investitionen zur Verfügung. Die einmalige Zahlung zu Beginn erhöht das Risiko eines Liquiditätsengpasses, insbesondere wenn mehrere Projekte parallel umgesetzt werden sollen.

Beim Leasing ist die Situation anders. Sie zahlen über eine feste Laufzeit gleichbleibende Raten und können diese in Ihre Liquiditäts- und Kapitaldienstplanung integrieren. Das schont die Eigenmittel und verschafft einen spürbaren Liquiditätsvorteil. Der Zugriff auf Betriebsmittel bleibt erhalten. Der unternehmerische Handlungsspielraum steigt.

Auch aus buchhalterischer Sicht ergeben sich Unterschiede. Beim Kauf wird das Objekt in der Bilanz aktiviert und über die Nutzungsdauer abgeschrieben. Beim Mietkauf gilt dies entsprechend, da das Wirtschaftsgut von Beginn an dem Unternehmen zugerechnet wird. Leasingraten gelten in klassischen Operating-Leasing-Modellen nach HGB in der Regel als laufende Betriebsausgaben in der Gewinn- und Verlustrechnung. Eine Bilanzverlängerung kann dadurch vermieden werden.

Gerade weil das Leasingobjekt rechtlich im Eigentum des Anbieters verbleibt, kann sich Leasing bei entsprechender Vertragsgestaltung bilanzschonend auswirken. In vielen Fällen verbessert dies die Eigenkapitalquote und kann die Kapitaldienstfähigkeit gegenüber Banken positiv beeinflussen.

Steuerliche und bilanzielle Auswirkungen

Schon beim Blick auf Ihre Steuerlast zeigt sich ein wesentlicher Unterschied zwischen Kauf und Leasing. Leasingraten zählen als Betriebsausgaben und mindern unmittelbar das steuerpflichtige Ergebnis. Beim Kauf funktioniert das nur über die Abschreibung des Anschaffungspreises. Dieser wird auf die erwartete Nutzungsdauer verteilt, zum Beispiel über mehrere Jahre bei Fahrzeugen oder Maschinen, abhängig von den steuerlichen Vorgaben. Die steuerliche Entlastung verteilt sich damit über die Zeit und tritt nicht in voller Höhe im Anschaffungszeitpunkt ein.

Ein zusätzlicher Vorteil ergibt sich beim Gewerbeleasing für Unternehmen mit Vorsteuerabzugsberechtigung. Diese Betriebe können die in den monatlichen Leasingraten enthaltene Umsatzsteuer vollständig als Vorsteuer geltend machen. Gerade bei größeren Investitionen entsteht dadurch ein spürbarer Liquiditätsvorteil, da nicht wie beim direkten Kauf die gesamte Umsatzsteuer sofort bezahlt und vorfinanziert werden muss.

Auch die Bilanz sieht je nach Finanzierungsform unterschiedlich aus. Beim Leasing bleibt das Objekt rechtlich beim Anbieter und wird nach HGB in der Regel nicht in Ihrer Bilanz aktiviert. Ihre Bilanzsumme steigt dadurch nicht, was sich positiv auf Kennzahlen wie die Eigenkapitalquote auswirken kann. Im Kaufmodell zählt das Wirtschaftsgut zum Anlagevermögen, wird aktiviert und über die Nutzungsdauer abgeschrieben.

Beim Mietkauf ist die Situation anders gelagert. Das Objekt wird zwar in Raten bezahlt, jedoch bereits ab Vertragsbeginn in Ihrer Bilanz erfasst. Das führt zu einer Bilanzverlängerung, weil sich die Aktiva und die Verbindlichkeiten erhöhen. Die Eigenkapitalquote kann sich dadurch verändern. Für wachsende Unternehmen mit laufendem Investitionsbedarf ist dieser Effekt wichtig, insbesondere im Hinblick auf Kreditlinien, bankseitige Ratingbewertung und die Kapitaldienstfähigkeit.

DFKP-Tipp

Richten Sie die Wahl zwischen Leasing, Mietkauf und Kauf konsequent an Ihren Steuer- und Bilanzzielen aus. Wenn Liquidität und Kennzahlen im Fokus stehen, bietet Leasing durch sofortigen Betriebsausgabenabzug und Bilanzschonung klare Vorteile. Prüfen Sie die Auswirkungen frühzeitig, um Steuerlast, Eigenkapitalquote und Finanzierungsspielräume optimal zu steuern.

Operative Vorteile im betrieblichen Alltag

Lange Nutzungszyklen bremsen Abläufe und schwächen die Wettbewerbsfähigkeit. Gerade im Technologiewandel ist es entscheidend, mit aktueller Technik zu arbeiten. Über ein modernes IT-Leasing lassen sich Büro- und Systemausstattung regelmäßig, zum Beispiel alle zwei bis vier Jahre, erneuern, ohne hohe Einmalbeträge zu zahlen. Das steigert die Nutzungseffizienz und senkt das Risiko eines Betriebs mit veralteter Technik.

Ein integriertes Full-Service-Leasing schafft spürbare Entlastung im operativen Alltag, indem Leistungen wie Wartung, Versicherungsschutz und Ersatzgeräte vertraglich zusammengeführt werden. Dies verbessert die Planbarkeit, minimiert Stillstandszeiten und macht den Aufbau zusätzlicher interner Ressourcen entbehrlich. Insbesondere Unternehmen ohne eigene Fuhrpark oder IT Abteilung profitieren von dieser Lösung.

Auch in der Finanzierung eröffnet Leasing zusätzlichen Handlungsspielraum. Beim Gewerbeleasing sind bei größeren Volumina häufig bessere Konditionen möglich und Vertragsvarianten wie Kilometerleasing oder saisonal angepasste Raten lassen sich auf die betrieblichen Abläufe abstimmen. Das sorgt für kalkulierbare Kosten, erleichtert die Budgetplanung und unterstützt eine stabile Liquiditäts- und Kapitaldienstplanung im laufenden Geschäft.

Leasinglösungen für spezifische Branchen

Nicht jede Branche investiert nach dem gleichen Muster. In Produktionsbetrieben und im Handwerk steht häufig moderne Technik im Mittelpunkt, die sich schnell weiterentwickelt. Mit einem Maschinenleasing lassen sich neue und gebrauchte Maschinen oder Anlagen flexibel in den laufenden Betrieb integrieren. Da die Maschinen nicht gekauft werden, bleibt Ihr Kapital verfügbar. Das senkt das Investitionsrisiko und erleichtert die wirtschaftliche Steuerung des Maschineneinsatzes im bestehenden Maschinenpark.

Finanzierungslösung Branchen Leasing Landwirtschaft Deutsche Firmenkredit Partner

Andere Branchen haben vor allem zyklische Erträge und schwankende Einnahmen im Blick. Für Landwirte und Forstbetriebe zählt der richtige Zeitpunkt. Einnahmen schwanken stark über das Jahr, etwa zwischen Aussaat und Ernte. Maßgeschneiderte Leasinglösungen für Land- und Forstwirtschaft berücksichtigen dies mit anpassungsfähigen Laufzeiten und saisonalen Ratenmodellen. Ob Traktor oder Mähdrescher, die Maschinen müssen einsatzbereit sein, wenn sie gebraucht werden, ohne die saisonale Liquidität zusätzlich zu belasten.

Risiken, Einschränkungen und Herausforderungen beim Leasing

Leasingverträge sind in der Regel auf eine feste Laufzeit ausgelegt und bieten nur begrenzte Anpassungsmöglichkeiten während der Vertragsdauer. Wenn sich Ihr Geschäftsmodell ändert, Projekte wegfallen oder sich Investitionspläne verschieben, bleibt die vertragliche Zahlungsverpflichtung grundsätzlich bestehen. Eine vorzeitige Vertragsbeendigung ist häufig nur gegen Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung oder durch Übernahme des Vertrags durch Dritte möglich und damit oft mit spürbaren Zusatzkosten verbunden. Die vertraglich vereinbarten Kündigungsfristen reduzieren den kurzfristigen Handlungsspielraum und können in volatilen Märkten zum Risiko werden.

Zusätzliche Kosten entstehen häufig auch bei der Rückgabe eines geleasten Fahrzeugs oder einer Maschine. Wer die vertraglich vereinbarte Laufleistung (Kilometer oder Betriebsstunden) überschreitet oder über die gewöhnliche Abnutzung hinausgehende Schäden nicht abdeckt, muss mit Nachberechnungen rechnen. Solche Zahlungen lassen sich im Voraus nur eingeschränkt kalkulieren und können das Leasing im Nachgang teurer machen als zunächst geplant. Dies ist insbesondere für Unternehmen mit engen Liquiditätsreserven relevant, da unvorhergesehene Belastungen die Kapitaldienstfähigkeit beeinträchtigen können.

Beim Direktkauf entfällt zwar die langfristige vertragliche Bindung, dafür tragen Unternehmen das Verwertungs- und Wertrisiko vollständig selbst.

Martin Junker Leiter Leasing

Beim Direktkauf entfällt zwar die langfristige vertragliche Bindung, dafür tragen Unternehmen das Verwertungs- und Wertrisiko vollständig selbst. Bleibt der Wiederverkauf hinter den Erwartungen zurück oder sinkt der Marktwert des Objekts stärker als prognostiziert, führt dies zu niedrigeren Erlösen und kann zu einem Veräußerungsverlust in der Gewinn- und Verlustrechnung führen. Auch wenn Leasing durch planbare Raten zunächst mehr Kalkulationssicherheit bietet, erfordert es eine sorgfältige Vertragsgestaltung und Liquiditätsplanung, um spätere Nachteile durch eingeschränkte Flexibilität, Rückgabekosten oder geänderte Nutzungsanforderungen zu vermeiden.

Wirtschaftlich abwägen: Wann lohnt sich Leasing, wann der Kauf?

Wenn in Ihrem Betrieb regelmäßig neue Technik benötigt wird und Sie Ihre Liquidität sowie Ihre Kapitaldienstfähigkeit schonen möchten, ist Leasing häufig die passendere Option. Vor allem bei klar begrenzter Nutzungsdauer, etwa bei IT-Systemen oder Firmenfahrzeugen, sind planbare Leasingraten und der spätere Austausch wirtschaftlich oft vorteilhafter als eine sofortige, hohe Kapitalbindung. Die Raten werden als laufende Betriebsausgaben behandelt und mindern das steuerpflichtige Ergebnis zeitnah. Leasing ist insbesondere dann interessant, wenn das Objekt nur für einen bestimmten Zeitraum genutzt werden soll und das Restwertrisiko nicht im Unternehmen liegen soll.

Setzen Sie dagegen auf eine hohe Auslastung und planen Sie mit stabilen, langfristigen Einsatzzeiten, spricht vieles für den Kauf. Gehört die Anschaffung dauerhaft zu Ihrem Kernbetrieb, kann der Eigentumserwerb wirtschaftlich im Vorteil sein. Voraussetzung ist, dass ausreichend finanzielle Mittel und Finanzierungsspielraum vorhanden sind und Sie ohne vertragliche Bindungen an Laufzeiten oder Rückgabebedingungen entscheiden möchten. Die Investition stärkt in diesem Fall Ihr Anlagevermögen und ermöglicht eine fortlaufende Abschreibung entsprechend der Nutzungsdauer.

Ob Leasing oder Kauf sinnvoll ist, hängt im Einzelfall von Ihrer Investitionsstrategie, Ihrem Finanzierungsspielraum und der geplanten Nutzungsart ab. Prüfen Sie die langfristige Wirtschaftlichkeit, bewerten Sie die Auswirkungen auf Liquidität, Eigenkapitalquote und Kapitaldienstgrenze und kalkulieren Sie die Kapitalbindung realistisch. So schaffen Sie eine belastbare Grundlage für eine Investitionsentscheidung, die zu Ihren Unternehmenszielen passt.

Häufig gestellte Fragen zu Leasing vs. Kauf in Unternehmen

Beim Kauf erwerben Sie das volle Eigentum an einem Investitionsobjekt. Es wird in Ihrer Bilanz als Anlagevermögen erfasst, über die Nutzungsdauer abgeschrieben und belastet Ihre Liquidität durch den vollständigen Kaufpreis zu Beginn. Damit ist Kapital unmittelbar gebunden.

Beim Leasing erhalten Sie in der Regel ein vertraglich definiertes Nutzungsrecht, das Objekt bleibt im Eigentum des Leasinggebers. Sie zahlen regelmäßige Raten, schonen Ihre Liquidität und können je nach Vertragsgestaltung von einer bilanzschonenden Abbildung profitieren. Die Entscheidung zwischen Leasing und Kauf beeinflusst damit sowohl Ihre Kapitalbindung als auch Ihre Bilanzstruktur.


Leasing lohnt sich vor allem dann, wenn Sie Ihre Liquidität erhalten, Investitionen in moderne Technik zeitnah umsetzen und Ihre Kapitaldienstfähigkeit schonen möchten. Besonders im Leasing für Unternehmen können planbare Raten, auf den Bedarf abgestimmte Laufzeiten und die laufende steuerliche Berücksichtigung der Leasingraten wirtschaftliche Vorteile bieten.

Bei regelmäßigen Technologiezyklen, etwa in der IT-Ausstattung oder im Fuhrpark, ist Leasing häufig wirtschaftlicher als ein Kauf, weil Sie Objekte nach Ablauf der Vertragslaufzeit einfacher austauschen können. Voraussetzung ist eine passende Vertragsgestaltung im Hinblick auf Laufzeit, Nutzung und Rückgabebedingungen.


Beim Gewerbe-Leasing gelten die monatlichen Raten in der Regel als Betriebsausgaben. Sie mindern das steuerpflichtige Ergebnis in dem Jahr, in dem sie anfallen. Im Vergleich zum Kauf, bei dem der Anschaffungspreis über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben wird, kann sich beim Leasing ein zeitnaher steuerlicher Entlastungseffekt ergeben.

Unternehmen mit Vorsteuerabzugsberechtigung profitieren zusätzlich, weil sie die in den Leasingraten enthaltene Umsatzsteuer als Vorsteuer geltend machen können. Gerade bei größeren Investitionen verbessert das die kurzfristige Liquidität, da nicht die gesamte Umsatzsteuer zum Anschaffungszeitpunkt vorfinanziert werden muss.


Leasingverträge sind meist auf eine feste Laufzeit ausgelegt und nur eingeschränkt flexibel anpassbar. Wenn sich Ihre Geschäftssituation ändert, bleibt die vertragliche Zahlungsverpflichtung grundsätzlich bestehen. Eine vorzeitige Beendigung ist häufig nur gegen Zahlung von Ausgleichsbeträgen oder durch Vertragsübernahme durch Dritte möglich.

Bei der Rückgabe von Fahrzeugen oder Maschinen können zusätzliche Kosten entstehen, etwa bei Überschreitung der vereinbarten Kilometerleistung oder Betriebsstunden sowie bei Schäden, die über die normale Abnutzung hinausgehen. Diese Nachberechnungen lassen sich nur eingeschränkt im Voraus kalkulieren und können das Leasing im Einzelfall teurer machen als erwartet.

Im Vergleich dazu bietet der Kauf zwar langfristige Unabhängigkeit von Vertragslaufzeiten, dafür tragen Sie das volle Wert- und Verwertungsrisiko. Sinkende Marktpreise oder ein unerwartet niedriger Wiederverkaufswert können zu Veräußerungsverlusten führen.


Bei typischen Operating-Leasing-Verträgen nach HGB verbleibt das Objekt beim Leasingunternehmen und wird in der Regel nicht in Ihrer Bilanz aktiviert. Ihre Bilanzsumme steigt dadurch nicht, was sich positiv auf Kennzahlen wie die Eigenkapitalquote auswirken kann. Das kann insbesondere bei bankenrelevanten Kennzahlen und der Beurteilung Ihrer Kapitaldienstfähigkeit von Vorteil sein.

Beim Kauf wird das Investitionsobjekt in Ihrer Bilanz aktiviert und über die Nutzungsdauer abgeschrieben. Dies führt zu einer Bilanzverlängerung und beeinflusst Ihre Kapitalstruktur. Für viele kleine und mittlere Unternehmen ist die Frage, ob Leasing oder Kauf vorteilhafter ist, daher eng mit den Auswirkungen auf Eigenkapitalquote, Bilanzsumme und Kapitaldienstgrenze verknüpft.

Sprechen Sie mit uns über Ihr Vorhaben

Besteht bei Ihnen derzeit Finanzierungsbedarf? Über die DFKP-Plattform erhalten Sie Zugang zu mehr als 200 Banken und Finanzierern. Gerne beraten wir Sie unverbindlich und erarbeiten gemeinsam mit Ihnen ein individuelles Finanzierungskonzept. Stellen Sie Ihre Anfrage über unser Onlineformular und Ihr persönlicher Ansprechpartner meldet sich umgehend bei Ihnen.

Zur Finanzierung