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Leasing und Mietkauf im Vergleich: Was passt besser zu Ihrem Unternehmen?

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Leasing oder Mietkauf? Wenn Sie eine Investition planen, stehen genau diese beiden Finanzierungsmodelle oft zur Wahl. Doch worin liegt eigentlich der Unterschied zwischen Leasing und Mietkauf und welche Option passt besser zu Ihrem Unternehmen? Die Wahl entscheidet mit über Eigentum, Flexibilität, steuerliche Vorteile und Förderfähigkeit. In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen klar und praxisnah, worauf es ankommt, damit Sie den Überblick behalten und die strategisch bessere Entscheidung treffen können.

  • Eigentum und Flexibilität: Leasing bietet Ihnen maximale Nutzung und Flexibilität ohne Eigentumsbindung, während Mietkauf klar auf den schrittweisen Eigentumsaufbau und eine langfristige Investitionsstrategie ausgerichtet ist.
  • Bilanz- und Steuerwirkung: Leasing schont Bilanz und Liquidität durch bilanzneutrale Gestaltung und laufende Betriebsausgaben, während Mietkauf Ihr Anlagevermögen stärkt, aber Bilanzsumme und anfängliche Umsatzsteuerbelastung erhöht.
  • Förderfähigkeit und Strategie: Mietkauf verschafft Ihnen durch den vertraglich gesicherten Eigentumsübergang oft bessere Chancen auf Fördermittel und Investitionszuschüsse, während Leasing besonders dann punktet, wenn schnelle Entscheidungen, technologischer Wandel und hohe Anpassungsfähigkeit im Vordergrund stehen.

Was versteht man unter Leasing und Mietkauf?

Wenn Unternehmen Investitionen planen, stehen häufig zwei Finanzierungsmodelle zur Wahl: Leasing oder Mietkauf. Beide sichern die unmittelbare Nutzung eines Objekts, unterscheiden sich jedoch deutlich bei Eigentumsfragen, Vertragslaufzeiten und bilanziellen Effekten.

Mit einem Leasingvertrag nutzen Sie das gewünschte Wirtschaftsgut über einen fest vereinbarten Zeitraum, ohne während dieser Zeit Eigentümer zu werden. Die monatlichen Raten vergüten die Nutzung und dienen in der Regel der (Teil-)Amortisation des Objekts. Varianten wie das Finanzierungs-Leasing sind langfristig angelegt und eignen sich für Unternehmen, die hohe Planungssicherheit bei Laufzeit und Ratenhöhe benötigen. Beim operativen Leasing bleiben Unternehmen flexibler: Verträge laufen kürzer und erlauben häufig eine schnellere Anpassung des Objektbestands, zum Beispiel bei häufigem Technologiewechsel oder projektbezogenem Einsatz.

Ein Mietkaufvertrag führt dagegen gezielt zum Eigentumserwerb. Jede Rate, die Sie zahlen, fließt in den vereinbarten Kaufpreis ein. Die Nutzung beginnt sofort, das Eigentum geht mit Zahlung der letzten Rate auf Ihr Unternehmen über. Diese Form der Investitionsfinanzierung wird bevorzugt bei dauerhaft genutzten Anschaffungen eingesetzt, etwa bei Maschinen oder Fahrzeugen, die langfristig in den Betriebsablauf eingebunden sind. Wie der Beitrag zu den Chancen und Vorteilen des Mietkaufs für Unternehmen zeigt, kann diese Lösung rechtliche Klarheit beim Eigentum schaffen und gezielt zur Nutzung von Fördermitteln beitragen.

Leasing spielt vor allem im gewerblichen Umfeld eine zentrale Rolle, während Mietkauf sowohl im gewerblichen Bereich als auch bei privaten Investitionen wie dem Immobilienerwerb Anwendung findet. Beide Modelle haben unterschiedliche steuerliche und bilanzielle Konsequenzen.

Formen von Leasing und Mietkauf im Detail

Welche Vertragsstrukturen für Ihr Unternehmen infrage kommen, hängt stark von Investitionsvolumen, geplanter Nutzungsdauer und betriebswirtschaftlichen Anforderungen ab. Beim Finanzierungs-Leasing stehen Planungssicherheit und langfristige Nutzung im Vordergrund. Während der festen Grundmietzeit, die häufig mehrere Jahre umfasst, ist eine vorzeitige Kündigung in der Regel ausgeschlossen. Das kann sinnvoll sein, wenn das Objekt dauerhaft betriebsnotwendig bleibt und verlässlich eingeplant werden soll. Flexibler ist das operative Leasing-Modell. Hier profitieren Unternehmen von kürzeren Laufzeiten und vertraglich eröffneten Optionen zur Anpassung oder Rückgabe, zum Beispiel bei wechselnden Projektanforderungen oder schnellem Technologiewechsel.

Welche Vertragsstrukturen für Ihr Unternehmen infrage kommen, hängt stark von Investitionsvolumen, geplanter Nutzungsdauer und betriebswirtschaftlichen Anforderungen ab.

Martin Junker Leiter Leasing

Auch beim Mietkauf existieren unterschiedliche Ausgestaltungen. Beim echten Mietkauf geht das Objekt nach Zahlung der letzten Rate automatisch in Ihr Eigentum über. Diese Eigentumsoption ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn der gezielte Aufbau von betrieblichem Anlagevermögen im Vordergrund steht und die Bilanzstruktur entsprechend gestärkt werden soll. Im Unterschied dazu wird beim unechten Mietkauf vertraglich kein automatischer Eigentumsübergang vereinbart. Der Vertrag endet ohne zwingenden Eigentumsübergang, was sich direkt auf Bilanzstruktur, Investitionsplanung und Abschreibungsstrategie auswirken kann.

Der zentrale Unterschied: Eigentum, Nutzung und Rückgabemodell

Der entscheidende Unterschied zwischen Leasing und Mietkauf zeigt sich am Ende der Vertragslaufzeit. Beim Leasing verbleibt das Eigentum in der Regel beim Leasinggeber. Sie als Leasingnehmer nutzen das Objekt während der Vertragslaufzeit, haben jedoch keinen Anspruch auf Eigentumserwerb. Häufig endet der Vertrag mit der Rückgabe des Objekts oder mit vertraglich vereinbarten Optionen wie Verlängerung oder einer möglichen Kaufoption.

Beim Mietkauf gestaltet sich das Vertragsende grundlegend anders. Hier zahlen Sie die vereinbarte Kaufsumme in Raten und bauen damit schrittweise Eigentum auf. Mit der letzten Rate geht das Objekt automatisch in Ihr Eigentum über. Diese feste Eigentumsregelung schafft Planungssicherheit bei Bilanzierung, Investitionsplanung und dem langfristigen Aufbau des Anlagevermögens.

Auch die Vertragsbindung unterscheidet sich deutlich. Beim Leasing bestehen je nach Vertragsgestaltung am Laufzeitende Optionen zur Rückgabe, zum Erwerb oder zur Anschlussnutzung. Beim Mietkauf verpflichten Sie sich im Regelfall vertraglich zum Eigentumserwerb. Eine Rückgabeoption ist nicht vorgesehen, das Objekt verbleibt nach der letzten Zahlung im Unternehmen.

Für die Nutzung von Fördermitteln spielt dieser Unterschied eine wesentliche Rolle. Viele Förderprogramme für KMU und Investitionszuschüsse setzen einen klaren Eigentumsnachweis voraus. Wer solche Mittel gezielt einplanen möchte, profitiert beim Mietkauf vom vertraglich gesicherten Eigentumsübergang und der damit verbundenen rechtlichen Klarheit.

Ob Leasing oder Mietkauf die passendere Lösung darstellt, hängt vom jeweiligen Finanzierungsziel ab. Unternehmen, die Liquidität schonen und Bilanzrisiken begrenzen möchten, wählen häufig Leasing mit Rückgabeoption. Wer dagegen gezielt Eigentum aufbauen und sein Anlagevermögen stärken will, nutzt den Mietkauf als planbare und bilanzwirksame Investitionslösung.

Buchhalterische und steuerliche Aspekte im Vergleich

Wie sich eine Finanzierung buchhalterisch auswirkt, zeigt sich zuerst bei der Bilanzierung. In vielen Leasingmodellen verbleiben die Objekte rechtlich im Eigentum des Leasinggebers und werden bilanziell nicht bei Ihnen aktiviert. Das entlastet Ihre Bilanz, da keine neuen Anlagegüter und keine zusätzlichen Abschreibungen ausgewiesen werden.

Beim Mietkauf ist die Situation anders. Der Mietkaufgegenstand wird in Ihrer Bilanz als Anlagevermögen aktiviert. Sie schreiben das Objekt selbst ab. Die Abschreibung nach den steuerlichen AfA-Regeln wirkt sich direkt auf Ihre Gewinn- und Verlustrechnung und damit auf Ihre Bilanzkennzahlen aus.

Auch steuerlich lohnt sich ein genauer Vergleich. Leasingraten gelten in der Regel vollständig als Betriebsausgaben und mindern so unmittelbar die steuerliche Bemessungsgrundlage. Beim Mietkauf sind der Zinsanteil der Rate und die Abschreibung des Wirtschaftsgutes steuerlich abzugsfähig. Die Tilgungsanteile erhöhen zwar Ihre Vermögenswerte, sorgen aber nicht für eine unmittelbare Steuerersparnis.

Ein weiterer Aspekt betrifft die Umsatzsteuer. Beim Mietkauf wird die gesamte Umsatzsteuer auf den vereinbarten Kaufpreis zu Vertragsbeginn fällig. Bei einem Kaufpreis von 100.000 Euro entsteht damit zunächst eine Liquiditätsbelastung von 19.000 Euro allein durch die Umsatzsteuer. Diese kann im Rahmen des Vorsteuerabzugs grundsätzlich geltend gemacht werden, muss aber zunächst finanziert werden. Beim Leasing zahlen Sie die Umsatzsteuer anteilig mit jeder Rate. Das erleichtert die Liquiditätsplanung und verteilt die Steuerzahlung über die Vertragslaufzeit.

Wenn die Vertragsgestaltung die Kriterien für bilanzneutrales Finance-Leasing erfüllt, kann die Finanzierung außerhalb Ihrer Bilanz bleiben. In diesem Fall erfolgt keine Aktivierung des Objekts bei Ihnen und Ihre Eigenkapitalquote bleibt unverändert. Es entstehen bei Ihnen auch keine Abschreibungen auf das geleaste Objekt. Diese Variante bietet sich an, wenn Bilanzkennzahlen stabil gehalten und zusätzliche Finanzierungsspielräume gesichert werden sollen.

DFKP-Tipp

Richten Sie die Wahl zwischen Leasing und Mietkauf konsequent an Ihren Bilanzzielen und Ihrer Liquiditätsplanung aus. Wenn stabile Kennzahlen und geringe Anfangsbelastung im Vordergrund stehen, ist bilanzneutrales Leasing oft die bessere Lösung. Planen Sie dagegen langfristigen Eigentumsaufbau und können die anfängliche Umsatzsteuerbelastung tragen, bietet der Mietkauf mehr Vermögenssubstanz – allerdings mit spürbaren Effekten auf Bilanz und Kapitaldienst.

Bilanzierung und AfA bei gewerblichen Investitionen

Gerade bei Investitionen, die langfristig im Unternehmen verbleiben sollen, ist der Blick auf die Bilanz entscheidend. Beim Mietkauf wird das angeschaffte Objekt dem Anlagevermögen zugeordnet. Im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben erfolgt die Abschreibung linear oder – sofern zulässig – degressiv. Diese Gestaltungsfreiheit bei der AfA unterstützt eine planbare Steuerbelastung und erleichtert die Abstimmung von Investitionen auf Ihre Liquidität und Ertragskraft.

Beim Leasing verbleibt das Objekt rechtlich beim Anbieter und wird typischerweise nicht in Ihrer Bilanz ausgewiesen. Ihre Eigenkapitalquote und zentrale Bilanzkennzahlen bleiben dadurch unverändert oder werden entlastet. Das kann Ihre Kapitalstruktur stärken, die Kapitaldienstfähigkeit verbessern und sich positiv auf Ihr Rating bei Finanzierungspartnern auswirken. Unternehmen gewinnen damit zusätzlichen Spielraum an der Kapitaldienstgrenze für weitere Finanzierungen. Verschiedene Leasingmodelle bieten flexible Möglichkeiten, steuerliche Effekte zu nutzen, ohne neue Aktivposten in der Bilanz aufzubauen.

Vorteile und Nachteile aus Unternehmenssicht

Ob Technik, Fahrzeuge oder Maschinen, bei der Investitionsentscheidung zählt oft, wie schnell und flexibel die Finanzierung realisiert werden kann. Leasing bietet hier Vorteile in der kurzfristigen Liquiditätsplanung. Ohne hohe Anfangskosten erhalten Sie sofort Zugriff auf moderne Ausstattung, während Ihr Eigenkapital unangetastet bleibt. Die monatlichen Raten lassen sich verlässlich kalkulieren, und durch vertragliche Gestaltungsmöglichkeiten bleibt Ihr Unternehmen insbesondere in dynamischen Branchen wie Logistik oder Produktion anpassungsfähig, wenn sich Anforderungen verändern.

Mietkauf spricht vor allem Unternehmen an, die gezielt Werte aufbauen und eine klare Eigentumsstrategie verfolgen. Jede Rate, die Sie zahlen, dient dem vereinbarten Kaufpreis und erhöht mittelbar Ihr Vermögen. Förderprogramme lassen sich oft einfacher nutzen, da der spätere Eigentumserwerb vertraglich gesichert ist. Die fixen Raten unterstützen die langfristige Planung von Kapitaldienst und Investitionsbudget. Im Gegenzug steigt die Bilanzsumme, und die komplette Umsatzsteuer auf den Kaufpreis ist direkt zum Vertragsstart fällig, was die Liquidität zu Beginn erheblich belasten kann. Zudem lässt sich ein Mietkaufvertrag später nur eingeschränkt anpassen, was bei kurzfristigen Änderungen in der Investitionsplanung zu Nachteilen führen kann.

Welche Variante besser passt, hängt von Betriebsphase und Zielsetzung ab. Unternehmen, die flexibel bleiben wollen und knappe liquide Mittel schonen müssen, profitieren häufig von Leasing mit kalkulierbaren Raten und Nutzung ohne Eigentumsbindung. Wenn eine stärkere Bilanzstruktur als Sicherheit gegenüber Finanzierungspartnern gefragt ist oder gezielt Anlagevermögen aufgebaut werden soll, kann Mietkauf die geeignete Option sein.

Förderfähigkeit und Investitionszuschüsse

Fördermittel können Investitionen entscheidend mitfinanzieren, setzen jedoch häufig eines voraus: rechtliches Eigentum oder einen vertraglich gesicherten Eigentumsübergang. Beim Mietkauf ist der Eigentumsübergang mit Zahlung der letzten Rate verbindlich geregelt und damit transparent nachvollziehbar. Viele Investitionsförderprogramme knüpfen genau an diese Struktur an.

Fördermittel können Investitionen entscheidend mitfinanzieren, setzen jedoch häufig eines voraus: rechtliches Eigentum oder einen vertraglich gesicherten Eigentumsübergang. Beim Mietkauf ist der Eigentumsübergang mit Zahlung der letzten Rate verbindlich geregelt und damit transparent nachvollziehbar.

Martin Junker Leiter Leasing

Beim Leasing fehlt ein automatischer Eigentumsübergang, das Objekt verbleibt meist dauerhaft im Eigentum des Leasinggebers. Dies erschwert oder verhindert je nach Programm die Nutzung bestimmter Fördermittel, da der geforderte Eigentumsnachweis nicht erfüllt wird.

Gerade bei geplanten Investitionen in energieeffiziente Maschinen, emissionsarme Fahrzeuge oder digitale Produktionsmittel profitieren kleine und mittlere Unternehmen von Förderprogrammen. Mit Mietkauf lassen sich diese Förderungen häufig gut in die Gesamtfinanzierung integrieren und gleichzeitig die Anschaffung rechtssicher gestalten. Das senkt den Bedarf an Eigenmitteln und erleichtert die Umsetzung technischer Erneuerung.

Auch für strategische Vorhaben wie den Ausbau des Maschinenparks oder Investitionen in moderne Betriebsausstattung kann sich die Kombination aus Zuschüssen und Mietkauf lohnen. Die planbaren Raten schaffen Übersicht über den künftigen Kapitaldienst, der Eigentumserwerb sichert den vollen Zugriff auf förderfähige Investitionen. Als Zwischenlösung zwischen klassischem Kredit und Leasing eröffnet Mietkauf so eine praxisnahe Form der Innovationsfinanzierung mit klaren Vorteilen für viele Unternehmen.

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Anwendungsfelder von Leasing und Mietkauf im Mittelstand

Ganz gleich, ob Sie neue Maschinen anschaffen, den Fuhrpark erweitern oder Ihre digitale Ausstattung modernisieren möchten, Leasing und Mietkauf bieten für viele Investitionen im Mittelstand passende Finanzierungslösungen. Beide Modelle werden besonders dann genutzt, wenn Liquidität geschont und gleichzeitig Planungssicherheit beim künftigen Kapitaldienst erreicht werden soll.

Beim Maschinen Leasing profitieren mittelständische Unternehmen von schnellen Entscheidungen und geringen Einstiegshürden. Gerade wenn sich Technologie rasch weiterentwickelt, ermöglicht Leasing eine flexible Maschinenfinanzierung, ohne dabei Eigenkapital oder bestehende Kreditlinien zu binden. Wer dagegen langfristig plant und gezielt Anlagevermögen aufbauen möchte, nutzt den Mietkauf als strategische Lösung.

In der Bauwirtschaft braucht es robuste Geräte für dauerhafte Einsätze. Mit dem Baumaschinen Leasing sichern sich Betriebe kurzfristig benötigte Technik, ohne sofort Kapital zu binden. Alternativ lässt sich über Mietkauf der dauerhafte Zugriff auf gebrauchte oder neue Maschinen erzielen, etwa wenn Bauunternehmen projektbezogen investieren und die Maschinen anschließend langfristig im eigenen Bestand weiter nutzen möchten.

Auch die technische Infrastruktur lässt sich gezielt über Leasing technischer Geräte finanzieren. Ob Computerserver, Laptops oder Büroausstattung – digitale Wirtschaftsgüter lassen sich auf dem aktuellen Stand halten, ohne zusätzliche Aktivposten in der Bilanz aufzubauen. So verbinden Unternehmen Investitionen im IT-Bereich mit einer flexiblen Finanzierung, die den Finanzierungsspielraum erhält und die Kapitaldienstgrenze nicht unnötig belastet.

Leasing oder Mietkauf: Entscheidungshilfe für KMU

Für kleine und mittlere Unternehmen zählt der passende Rahmen für jede Investition. Wenn Flexibilität im Vordergrund steht, neue Technologien schnell genutzt werden sollen und eine Entlastung der Bilanz angestrebt wird, ist Leasing häufig die geeignete Finanzierungsform. Besonders in Branchen mit dynamischem Wandel wie IT oder Logistik unterstützt Leasing kurze Entscheidungswege, schont die Liquidität und stärkt die Kapitaldienstfähigkeit für weitere Wachstumsschritte.

DFKP-Tipp

Treffen Sie die Entscheidung nicht isoliert pro Objekt, sondern eingebettet in Ihre Finanz- und Bilanzstrategie. Nutzen Sie Leasing, wenn Flexibilität, Liquiditätsschonung und stabile Kennzahlen entscheidend sind. Setzen Sie auf Mietkauf, wenn langfristiger Einsatz und Eigentumsaufbau klar geplant sind. Ein kurzer Abgleich von Nutzungsdauer, Bilanzzielen und Kapitaldienstfähigkeit reicht oft aus, um die richtige Wahl zu treffen.

Steht die langfristige Nutzung im Mittelpunkt und ist ein späterer Eigentumsübergang Teil Ihrer Finanz- und Bilanzstrategie, kann Mietkauf die stärkere Option sein. Die vertraglich festgelegte Eigentumsregelung erleichtert den Zugang zu Investitionszuschüssen und bietet zusätzliche Planungssicherheit bei dauerhaften Anschaffungen wie Maschinen, Fahrzeugen oder Anlagen.

Zu den wesentlichen Entscheidungskriterien gehören neben den steuerlichen Auswirkungen vor allem die gewünschte Vertragslaufzeit, der Bedarf an Flexibilität während der Nutzung sowie das angestrebte Eigentumsziel. Bewerten Sie diese Faktoren im Kontext Ihrer Investitions- und Finanzierungsstrategie, um Leasing oder Mietkauf gezielt an Ihren Unternehmenszielen auszurichten.

Häufig gestellte Fragen zu Leasing, Mietkauf und deren Unterschieden

Der zentrale Unterschied zwischen Leasing und Mietkauf betrifft das Eigentum am Objekt. Beim Leasing nutzen Sie das Wirtschaftsgut für eine vertraglich definierte Zeit und geben es anschließend zurück oder übernehmen es gegebenenfalls über eine Kaufoption. Ein automatischer Eigentumserwerb ist nicht vorgesehen.

Beim Mietkauf leisten Sie Raten, die auf den vereinbarten Kaufpreis angerechnet werden. Mit der letzten Zahlung geht das Objekt in Ihr Eigentum über. Der Eigentumserwerb ist beim Mietkauf fester Vertragsbestandteil und von Beginn an planbar.


Leasing eignet sich für KMU, wenn Liquidität geschont, die Eigenkapitalquote stabil gehalten und kurzfristige Flexibilität erreicht werden soll, etwa bei häufigem Technologiewechsel oder wechselnden Projektanforderungen. Die Nutzung steht im Vordergrund, nicht der spätere Eigentumserwerb.

Mietkauf ist sinnvoll, wenn Sie langfristig in Maschinen, Fahrzeuge oder Anlagen investieren und gezielt Anlagevermögen aufbauen möchten. Das stärkt Ihre Bilanzstruktur und kann die Kapitaldienstfähigkeit gegenüber Finanzierungspartnern verbessern. Viele Förderprogramme setzen rechtliches Eigentum oder einen vertraglich gesicherten Eigentumsübergang voraus und stehen daher häufig bevorzugt bei Mietkauf-Konstruktionen zur Verfügung.


Beim Leasing verbleibt das Objekt rechtlich beim Leasinggeber. Abhängig von der vertraglichen Ausgestaltung und den Bilanzierungsregeln kann die Finanzierung bilanzneutral erfolgen, das heißt ohne Aktivierung des Objekts in Ihrer Bilanz. In diesem Fall werden keine zusätzlichen Anlagegüter ausgewiesen, was sich positiv auf Eigenkapitalquote und Verschuldungsgrad auswirken kann.

Beim Mietkauf wird das Wirtschaftsgut in der Regel ab Vertragsbeginn als Anlagevermögen in Ihrer Bilanz erfasst. Sie schreiben das Objekt über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer ab. Zivilrechtlich geht das Eigentum erst mit Zahlung der letzten Rate auf Ihr Unternehmen über, bilanziell wirkt sich der Mietkauf jedoch von Beginn an auf Vermögenswerte und Abschreibungen aus.


Leasingraten gelten in der Regel vollständig als sofort abzugsfähige Betriebsausgaben. Sie mindern unmittelbar Ihre steuerliche Bemessungsgrundlage und wirken sich direkt auf die Gewinn- und Verlustrechnung aus.

Beim Mietkauf sind der Zinsanteil der Rate sowie die Abschreibung des aktivierten Wirtschaftsguts steuerlich abzugsfähig. Der Tilgungsanteil erhöht Ihr Betriebsvermögen, beeinflusst die Steuerlast jedoch nicht unmittelbar. Zusätzlich wird beim Mietkauf die gesamte Umsatzsteuer auf den Kaufpreis zu Vertragsbeginn fällig und kann dann im Rahmen des Vorsteuerabzugs geltend gemacht werden. Beim Leasing fällt die Umsatzsteuer laufend mit den monatlichen Raten an, was die Liquiditätsplanung erleichtert.


Leasingverträge sind häufig kürzer angelegt und bieten, insbesondere beim operativen Leasing, vertraglich geregelte Optionen zur Verlängerung, zum Austausch oder zur Rückgabe des Objekts nach Ablauf der Grundmietzeit. Dadurch lassen sich Kapazitäten und Technikbestand vergleichsweise flexibel anpassen.

Mietkaufverträge sind auf den vollständigen Eigentumserwerb ausgelegt. Sie binden Ihr Unternehmen in der Regel bis zur letzten Rate, eine Rückgabeoption ist vertraglich üblicherweise nicht vorgesehen. Das bietet hohe Planungssicherheit beim Aufbau von Anlagevermögen, reduziert aber die Flexibilität bei kurzfristigen Änderungen in der Investitionsplanung.

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